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04.08.2014, 15:44 Uhr
Leserbrief zur Diskussion über das Betreuungsgeld
FU-Vorsitzende Karina Moritz nimmt Stellung
Eine vermeintliche Studie löste eine Diskussion über das Betreuungsgeld aus. Wie die Stellungnahmen mehrerer Leserbriefschreiber in der HNA zeigten, existieren etliche Fehlinformationen, die meist gezielt platziert wurden.

Die Vorsitzende der Frauen-Union Schwalm-Eder, Karina Moritz, nimmt dazu Stellung:
Karina Moritz

Wie man zuletzt manchen Leserbriefen entnehmen konnte, wurden die fragwürdigen Argumente der Kritiker des Betreuungsgeldes und Fragmente einseitig beauftragter Studien teilweise tatsächlich übernommen. Hierzu einige Klarstellungen.

Das Betreuungsgeld richtet sich ausschließlich an Kleinkinder im Alter unter drei Jahren. Kein Kind im Vorschulalter wird vom Besuch des eigentlichen Kindergartens abgehalten. Bildung und sprachliche Entwicklung in der entscheidenden Entwicklungsphase werden somit durch das Betreuungsgeld auf keinen Fall gefährdet.

In den ersten Jahren besteht eine starke Bindung des Kindes zu den Eltern. Ob eine so frühe Betreuung durch Dritte sinnvoll ist, ist auch in Fachkreisen höchst umstritten. Eltern sollen daher auf jeden Fall eine Wahlfreiheit haben, die nicht an finanziellen Gründen scheitern darf. Dies soll das Betreuungsgeld sicherstellen.

Bezieher von Sozialleistungen, Geringverdiener und Migranten sind nicht automatisch schlechte Eltern. Ihnen zu unterstellen, Sie würden das Geld kassieren und die Kinder vernachlässigen, ist eine nicht zu akzeptierende Diskriminierung.

Das Betreuungsgeld wird mit anderen Sozialleistungen verrechnet, so dass hier kein finanzieller Vorteil oder gar Missbrauch entstehen kann.

Das Betreuungsgeld unterstützt auch Eltern, die privat organisierte Betreuungseinrichtungen - wie z.B. Tagesmütter - nutzen und selbst finanzieren.

Eine Kinderbetreuungseinrichtung ist kein Allheilmittel für gesellschaftliche Probleme. Ohne Grund werden Eltern unter Generalverdacht gestellt und individuelle Lebensentwürfe gegeneinander ausgespielt.

Der Staat darf den Eltern nicht aus rein ideologischen Gründen die Hoheit über ihre Kinder entziehen, sondern muss im Gegenteil für eine individuelle Entscheidungsfreiheit sorgen, die nicht aus finanziellen Gründen beeinträchtigt wird.

Das Wohl aller Kinder steht im Mittelpunkt.