CDU Stadtverband Schwalmstadt
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01.03.2016, 23:08 Uhr
Flüchtlinge: Ja zur Gleichberechtigung ist ein Muss
FRAUEN-UNION SCHWALM-EDER zum Weltfrauentag
Gretchenfrage für Gelingen der Integration – Thema in Integrationsmaßnahmen vor Ort verankern
Historischer Blick am Weltfrauentag verdeutlicht neue frauenpolitische Dimension durch Zuwanderer
 
Die Frauen-Union Schwalm-Eder appelliert an Kreis, Städte und Gemeinden sowie Land und Bund, in den vielen Einzelmaßnahmen zur Integration von Flüchtlingen konsequent das Thema „Gleichberechtigung“ zu verankern. „Die Gleichberechtigung ist die Gretchenfrage für die Integration in Deutschland. Sie ist Kern unserer Leitkultur und muss ohne Wenn und Aber von denjenigen, die auf Dauer in unserem Land leben wollen, akzeptiert und gelebt werden. Das Ja zur Gleichberechtigung muss Pflicht sein“, erklärte Kreisvorsitzende Karina Moritz im Vorfeld des Internationalen Frauentags, der am 8. Märzbegangen wird. An der Frage der Durchsetzung der tatsächlichen Gleichberechtigung der Frauen werde sich auch entscheiden, ob Integration dauerhaft gelinge.
Karina Moritz
Mit dem Weltfrauentag wird an den Kampf um gleiche Rechte für Frauen, deren Verankerung im Selbstverständnis der Gesellschaft und Durchsetzung im Alltag erinnert. Diese frauen- und gesellschaftspolitische Aufgabe stellt sich aus Sicht der Frauen Union nun erneut für die Zuwanderer. „Die gleichberechtigte Teilhabe von weiblichen Flüchtlingen und Mädchen ist eine besondere Herausforderung. Was für uns selbstverständlich geworden ist, muss den Flüchtlingen als unverrückbare Grundlage des Zusammenlebens vermittelt und durchgesetzt werden. Frauenrechte sind nicht kulturell verhandelbar“, betonte die CDU-Politikerin. Für Traditionen und Verhaltensweisen, die mit dem Prinzip der Gleichberechtigung nicht vereinbar seien, „gibt es keinen Platz in unserem Land.“
Es sei eine neue frauenpolitische Aufgabenstellung entstanden. „Jetzt gilt es, auch den Flüchtlingsfrauen ein Leben in Selbstbestimmung in unserem Land zu ermöglichen.  Es darf keine Rücksicht und falsch verstandene Toleranz gegenüber kulturell-religiös begründeter Diskriminierung oder gar Gewalt gegen Frauen geben.“ Dies müsse konsequent auch durch entsprechendes Handeln klar gemacht werden. „Das fängt bei den kleinen Dingen des Alltags an. Wenn beispielsweise Männer an der Essensausgabe die Mahlzeiten nicht von Frauen entgegen nehmen wollen, dann darf es kein Entgegenkommen, sondern nur eine klare Ansage geben.“
Entscheidend sei, dass alle Flüchtlingsfrauen Sprach- und Integrationskurse auch tatsächlich besuchten. Damit das gelinge, müsse Kinderbetreuung zur Verfügung stehen. Besonderes Augenmerk sei auf die Integration der geflüchteten Frauen in den Arbeitsmarkt zu richten, damit sie dauerhaft finanziell und sozial abgesichert seien. Dies müsse auch für Mütter gelten. Fehler der Vergangenheit, auf diese nicht aktiv zuzugehen, dürften sich nicht wiederholen.
Gefordert sind nach Ansicht der Frauen Union auch die islamischen Gemeinden in Hessen. „Sie müssen in die Pflicht genommen werden, die Diskriminierung von Frauen zu verurteilen und zu bekämpfen“, forderte Karina Moritz.