News

30.09.2017, 09:07 Uhr

Freibad Ziegenhain: Schlechte Vorlage abgelehnt

Eröffnung soll 2018 erfolgen

Die CDU-Fraktion hat den Beschlussvorschlag für die Erneuerung des Planschbeckens im Freibad Ziegenhain abgelehnt. Nach mehr als zwei Jahren und Ausgaben von mehr als 30.000 Euro für externe Planer hat es die Stadtverwaltung unter Leitung von Bürgermeister Pinhard immer noch nicht geschafft, einen akzeptablen Vorschlag abzuliefern. Die CDU Schwalmstadt hält an der Eröffnung in der Badesaison 2018 fest und erwartet nun eine kurzfristige Lösung.

Die CDU-Fraktion Schwalmstadt

Mehrere Varianten gefordert

Die CDU-Fraktion hat bei allen Projekten der letzten Jahre die Vorlage mehrerer möglicher Varianten gefordert, aus denen das Stadtparlament das beste Preis-Leistungsverhältnis auswählen kann. Völlig unverständlich ist nun, dass zum wiederholten Mal ein einziger Vorschlag unterbreitet wird, der zudem absolut überteuert erscheint. Auf dieser unzureichenden Grundlage wird die CDU-Fraktion jetzt und auch zukünftig keine teuren Projekte freigeben.

Unverantwortlicher Umgang mit Steuergeldern

Das Stadtparlament hatte vorerst 500.000 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) für die Sanierung des Freibads zur Verfügung gestellt. Zu sanieren sind neben dem Planschbecken auch das Nichtschwimmerbecken und das Gebäude. Anscheinend folgte das Schwalmstädter Bauamt dem Vorschlag aus der SPD, nun endlich das Geld zu nehmen und zu bauen. Dem Planer wurden die kompletten 500.000 Euro für das Planschbecken zu Verfügung gestellt. Dieser hatte erkennbar große Mühe, so viel Geld für solch ein kleines Projekt zu verteilen. Nur durch Einbeziehung weiterer Planer und aufwendiger Gestaltung hat er das vorgegebene Ziel erreicht.

Goldrandlösung mit Tücken

Wer bereits selbst mit Kleinkindern im Schwimmbad war, weiß wie ausgelassen die Kleinen im und rund ums Wasser toben. Für vollkommen ungeeignet hält die CDU-Fraktion den vom Planer vorgeschlagenen Höhenversatz. Eine Schräge im Wasser und Treppenstufen in der Umrandung bergen hohe Unfallgefahren, nicht nur für die Kleinen. Unbesorgter Spaß im Wasser geht anders. Diese Planung scheint der unglaublichen Vorgabe geschuldet zu sein, die kompletten Finanzmittel aufzubrauchen

Es geht wesentlich günstiger

Wie CDU-Fraktionsvorsitzender Karsten Schenk dem Stadtparlament an einem konkreten Beispiel vorstellte, wurden solche Planschbecken in anderen Kommunen kürzlich für nur 179.000 Euro realisiert. Selbst wenn großzügig alle Nebenkosten und Kostensteigerungen einbezogen werden, will sich Schwalmstadt eine mehr als doppelt so teure Lösung gönnen. Das kann die CDU-Fraktion angesichts des desaströsen Schuldenstands von über 100 Mio Euro nicht mittragen.

Bürgermeister ohne Führungsqualität

Die CDU-Fraktion erwartet von der Stadtverwaltung unter Bürgermeister Pinhard, nun endlich ordentliche Arbeit abzuliefern, die der finanziellen Situation gerecht wird. Das Bauamt vergibt sämtliche Planungen teuer nach außen und stellt seine hohe personelle Ausstattung damit selbst infrage. Offenbar hat sich hier eine kostspielige Eigendynamik entwickelt, die Bürgermeister Pinhard auch nach einem Jahr Amtszeit nicht in den Griff bekommt.

Die CDU Schwalmstadt möchte ein gut nutzbares Freibad für die Schwalmstädter Bürger – keinen Whirlpool für die Chefs der Planungsbüros. 

 

Finde uns auf Facebook

Forum
Benutzername:

Kennwort: